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Alexander Dehghani

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IBM POWER7 Systeme offiziell vorgestellt

IBM hat heute Systeme mit den neuen POWER7 Prozessoren offiziell vorgestellt und damit die seit längerem erwarteten und sehr eindrucksvollen Leistungsdaten bestätigt

Die Marke POWER steht für Perfomance optimized with enhanced RISC und ist heute die am weitesten verbreitete Server-CPU im HighEnd-Bereich. Systeme mit POWER-Architektur haben zahlreiche Einsatzgebiete, angefangen bei leistungsstarken embedded Systemen wie Laserdruckern oder modernen Spielekonsolen, Workstations und Server vom POWER-Blade über Tower, modulare Rack-Systeme bis hin zum High-Performance-Computing Cluster.

POWER7

Mit der Freigabe der neusten Generation POWER7 liefert IBM die derzeit schnellste Server-CPU am Markt. Der kleinste neue Server Power 750 Express soll beispielsweise etwa viermal schneller sein als sein Vorgänger Power 550 Express und damit etwa zehnmal so schnell wie das aktuelle Itanium-System Integrity rx6600 von HP * – bei gleichem Energiebedarf. IBM plant als größtes System noch in 2010 ein Modell mit 64 Sockeln und 256 POWER7 Cores und mit POWER7 basierten Blades ist zukünftig wohl ebenfalls zu rechnen.

Diese Leistungssteigerung lässt sich unter anderem durch die vervierfachte Anzahl der Cores pro Chip und der Verdopplung der pro Core parallel ausführbaren Threads erklären. Mit den POWER7-Prozessoren hat sich im Vergleich zu der bisher aktuellen Generation POWER6 die Anzahl der Cores pro Chip von zwei auf bis zu acht erhöht. Andere Hersteller waren im Zuge einer deutlichen Erhöhung der Core-Anzahl im ersten Schritt gezwungen, die Taktrate ihrer Prozessoren fast zu halbieren. IBM hingegen musste die Taktrate trotz der vervierfachten Core-Anzahl nur geringfügig verringern und konnte dabei eine erhebliche Permoncesteigerung erzielen. Dieser Performancezuwachs wurde jedoch nicht nur allein durch die Erhöhung der Core-Anzahl erreicht, sondern auch durch die höhere Anzahl an simultanen Threads, die jeder Core parallel ausführen kann. Während bei den Vorgänger-Chips jeder Core zwei Threads gleichzeitig ausführen konnte, hat sich diese Anzahl nun auf vier Threads pro Core verdoppelt. Aber nicht nur im Kern ist IBM mit dem POWER7 wieder ein großer Wurf geglückt, sondern auch bei den Disziplinen Energieeffizeinz, Speicherdurchsatz, Effizenz der Caches (IBM setzt als erster Hersteller platzsparenden und schnellen eDRAM auf dem CPU Chip ein und kann so einen wesentlich größeren und schnellen Level3-Cache auf dem Chip integrieren, da eDRAM Transistoren einspart), Virtualisierung und Leistungsfähigkeit der Komunikation zwischen den Prozessorchips, bei Systemen mit mehr als einem Prozessorsockel.

Ebenfalls neu mit der Einführung von POWER7 hat sich der in den Systemen verwendete Speicher-Typ geändert. Waren in den POWER6-Systemen noch DDR2-Speicher verbaut, sind die POWER7-Systeme mit den aktuellen und schnelleren DDR3-Speichern ausgestattet.

Ein weiteres neues Feature der POWER7-Prozessoren ist der TurboCore Mode. Im TurboCore Mode wird eine bestimmte Anzahl an Cores deaktiviert und die verblieben Cores höher getaktet. Desweiteren wird durch die Abschaltung mehrer Cores der verfügbare L3 Cache für die verbliebenen Cores erhöht. Werden beispielsweise bei einer 8-Core POWER7-CPU vier Cores abgeschalten, werden die verblieben vier Cores höher getaktet und erhalten im Zuge der Deaktivierung die zusätzlich frei gewordenen L3 Cache-Ressourcen, um so den Workload von Lastspitzen (z.B. OLAP-Analysen im Data Warehouse) ausgleichen zu können.

Trotz der Vielzahl an Neuerungen bedarf es für viele POWER6-Kunden keiner vollständigen Neuanschaffung, um die erheblichen Vorteile von POWER7 nutzen zu können. IBM macht es möglich, bestimmte POWER6-Systeme auf POWER7 upzugraden. Dabei ist es völlig egal, ob sie nun AIX v5.3 / v6.1, POWER-Linux oder sogar Linux on x86 in einer virtuellen Machine emuliert einsetzen. Die bereits vorhandenen Anwendungen können eins zu eins auf das neue POWER7-System portiert werden, ohne dabei die Binaries neu kompilieren zu müssen.

Power 750

Die neuen POWER7-Systeme im Überblick:

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Quelle: SPECint_rate2006 Benchmark.